Gewerbegebiet_NEIN

Beelitzer sehen klare Bedenken

Thomas von Gizycki zum Mega-Gewerbegebiet:
„Ich halte diese Pläne für völlig unverantwortlich!“

Nach Seddin und Michendorf, stellte das Team der Wirtschaftsförderung Brandenburg GmbH am Dienstag 13.12.2022 nun auch in Beelitz ihre Pläne vor, nahe des Güterbahnhofs Seddin ein 300 ha großes Gewerbegebiet zu errichten. HIER die Präsentation. Käme es zur Umsetzung, wären Flächen der Gemeinden Michendorf, Seddin, Beelitz und Schwielowsee sowie ein riesiger Wald in Landesbesitz beteiligt. Insgesamt wäre das Gebiet fast doppelt so groß wie TESLA in Grünheide, die Planer rechnen mit mehr als 4000 Arbeitsplätzen.

Thomas von Gyzicki

Thomas von Gyzicki, …

bündnisgrüner Abgeordneter für die Region Potsdam-Mittelmark, sagt zu den Plänen: „Ein solches Mega-Projekt mitten in den Wald zu setzen, ist hier in dieser von Trockenheit geplagten Region völlig unverantwortlich. Wir brauchen den Wald, für unser Klima und den Schutz des Grundwassers. Einer Umwandlung dieser Fläche in ein Industriegebiet sollte nicht zugestimmt werden.“

Mehr als 40 Interessierte …

waren am Dienstag zur Stadtverordnetenversammlung in den Ratssaal in Beelitz gekommen. Die Nachfragen der Stadtverordneten und Bürger äußerten durchweg Bedenken. Diese reichten von Fragen zur Flächenversiegelung, zu Wasser und Abwasser sowie Bedenken zu möglichen Ersatzpflanzungen und Waldumbaumaßnahmen bis hin zum dringenden Wunsch, Kinder und Jugendliche der Region einzubeziehen. Dr. Winfried Ludwig (Waldkleeblatt – Natürlich Zauche e.V.) betonte: „Man kann uns hier nicht unter Druck setzen. Ich fordere ein ordentliches Beteiligungsverfahren mit Öffentlichkeit!“ Irene Krauser (parteilos) brachte ihre moralischen Bedenken auf den Punkt: „Was wollen wir eigentlich unseren Kindern und Enkeln hinterlassen?“

„Nein!“ aus dem Publikum

Auf das abschließende Statement des Vortragenden „Die Gemeinden müssen sich eben fragen: Wollen wir an diesem Standort weitergehende Überlegungen für ein Gewerbegebiet anstellen?“ schallte an diesem Abend in Beelitz ein klares „Nein!“ aus dem Publikum.

Dazu aus der Presse:

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